Startseite : Aktuelles
 

Ökosteuerspitzenausgleich - 2013 neue Regelungen

21.12.2012

Zum 01.01.2013 werden die Anforderungen gemäß Strom- und Energiesteuergesetz zum Ökosteuerspitzenausgleich erweitert. Die Einführung eines Energiemanagementsystems (EMS) ist für Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition fallen, zwingende Voraussetzung für einen Spitzenausgleich für gezahlte Strom- und Energiesteuer.

Große Unternehmen haben die Wahl zwischen einem EMS nach DIN EN ISO 50001 (ähnlich ISO 9000 oder EN 14001) oder dem EMAS (Europäisches Umweltmanagementsystem nach Verordnung (EG) Nr. 1221/2009). Von der verpflichtenden Einführung eines EMS sind KMUs zwar verschont geblieben, wollen sie allerdings den Spitzenausgleich, müssen auch sie aktiv werden. Hier ist der Verordnungsgeber aber noch eine Regelung schuldig, denn nach Strom- und Energiesteuergesetz ist für die Konkretisierung der Anforderungen an KMU noch eine Rechtsverordnung zu erlassen. Im Gespräch sind verschiedene Lösungen, die im Aufwand jedoch deutlich unterhalb eines Managementsystem einzuordnen sein dürften.

Ein stückweit unberechenbar macht die Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen allerdings eine weitere Anforderung: je nach Antragsjahr muß es das gesamte Produzierende Gewerbe geschaft haben, den Energieeinsatz im Vergleich zum Referenzzeitraum 2007 bis 2012 um 1,3 bis 10,65 % reduziert zu haben. Bereits vor diesem Hintergrund dürfte die Einstellung "erst mal abwarten, die anderen reagieren schon" kontraproduktiv sein.

Über unser Netzwerk Textil-Industrie könen wir auch Fragen rund um das Thema EMS beantworten.

Zurück zur Übersicht